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Von einigen Verantwortlichen in unserer Schützengilde wird die Diskussion über die St.-Katharinen-Bruderschaft, der unsere Vorfahren in den Gründerjahren angehört haben, in Gang gesetzt mit der Absicht, zum 400jährigen Jubiläum den Namen der Schützengilde mit dem der Hl. Katharina als Schutzpatronin zu ergänzen. Dieserhalb geführte Gespräche mit Herrn Pastor Frye bestärkten die Befürworter in ihrer Absicht. Dass die älteste Monstranz der Pfarrkirche neben der Hl. Agatha auch das Bild der Hl. Katharina trägt, brachte noch zusätzliche Gründe für die Richtigkeit dieses beabsichtigten Schrittes. Da das Alter der Monstranz nach Aussage mit dem unserer Gilde übereinstimmen könnte, sind Zusammenhänge mit der Katharinen-Bruderschaft in irgendeiner Form denkbar. (Spende, Gabe an die Kirche)? Am 5. April 1987 fand die angekündigte außerordentliche Generalversammlung statt, die sich mit der Namensänderung unserer Gilde als einzigem Tagesordnungspunkt befasste. Nach einer zum Teil heftig geführten Diskussion über Für und Wider dieses Schrittes, wurde in der Abstimmung mit 57 gegen 54 Stimmen nur eine einfache Mehrheit erreicht. Laut Satzung ist für eine Satzungsänderung aber eine Dreiviertelmehrheit erforderlich. Obwohl es auch andere Meinungen gab, musste doch korrekterweise dieses als eine solche angesehen werden. § 1 lautet nämlich: „Die Schützengilde trägt den Namen Schützengilde GerdingÂseite, Füchte und Storkerhook e.V von 1588". Durch den Zusatz „St. Katharina" im Namen der Schützengilde würde dieser aber geändert. Da in dieser Versammlung einige Ungereimtheiten und Unsachlichkeiten dieses negative Ergebnis vermeintlich mit herbeigeführt hatten, war nach der Versammlung schon zu verspüren, dass dieses kein endgültiges Aus bedeuten konnte. Eine Begründung für diese Namensänderung beruhte letztlich auf vielen guten Argumenten. Einmal war es der Name einer Schutzpatronin und somit eines Eigennamens der Schützengilde, der sich nicht nur aus den Namen der früheren und nur noch zum Teil heutigen Bauernschaften zusammensetzt und dem derzeitigen Stand nicht mehr ganz entspricht, zum anderen wollten die Befürworter anlässlich unseres Jubiläums hiermit ein Zeichen setzen, das die Anfänge unserer Schützengilde in einer St.-Katharinen-Bruderschaft deutlich machen sollte. Hauptmann Franz Herking, der sich besonders engagiert mit anderen Verantwortlichen in der Gilde um die sachliche Darlegung der Gründe hierfür bemüht hatte, sagte am Schluss der Versammlung: „Wenn nicht heute, dann auf der nächsten Versammlung, oder im nächsten Jahr, oder in einigen Jahren; dieser beschrittene Weg wird wegen seiner auch vereinsgeschichtlichen Bedeutung einmal zum Ziel führen. Da bin ich ganz sicher!" So dauerte es nicht lange, bis ei n Umdenken in dieser Sache zum Teil sogar bei den Mitgliedern, die mit Nein gestimmt hatten, zu einer neuen Entscheidung in dieser Angelegenheit drängten. Es wurde nun der § 10 der Satzung bemüht, der eine erneute außerordentliche Generalversammlung ermöglicht, wenn eine namentliche Liste von mindestens 50 Schützenbrüdern unterzeichnet wird. Nach Antragstellung mit den erforderlichen Unterschriften wurde am 5. Juli 1987 eine erneute Versammlung abgehalten. Nach kurzer Darlegung der Gründe hierfür und der satzungsmäßigen Rechtfertigung wurde über denselben Tagesordnungspunkt wie am 5. April, also vor drei Monaten abgestimmt. Das Ergebnis: 72 Ja, 17 Nein. Die für eine Satzungsänderung sicherlich mit Recht so hoch angesetzte Dreiviertelmehrheit war erreicht. Die Freude über diesen „Erfolg" war zu spüren. Die große Schützenfamilie trägt nun den Namen: Schützengilde „St. Katharina" Gerdingseite, Füchte und Storkerhook e.V von 1588. Damit bleiben wir dem Grundsatz treu und festigen ihn noch mehr, wie er im § 2 unserer Satzung festgelegt ist: Die Schützengilde hat der Förderung des Frohsinns und der Geselligkeit ihm Rahmen einer christlichen Ordnung, sowie der Riege der Liebe und Treue zur Heimat und zum Vaterland zu dienen. Ab nun ging es gemeinsam an die Arbeit, um dieses Jubelfest im neuen Geist, aber der Tradition verpflichtet, zu gestalten. Möge unserer Gilde, mit zur Zeit 660 Mitgliedern, unter dem Patronat der Hl. Katharina eine gute und lange Zukunft beschieden sein. Die Namensänderung und die Darstellung der Hl. Katharina machten es erforderlich, eine neue Fahne anzuschaffen. Als dieses bei Gelegenheit geäußert wurde, erklärte sich der Vorstand der Volksbank, Gronau-Epe, spontan bereit, uns eine solche als Geschenk zum Jubiläum zu stiften. In einer kleinen Feierstunde mit Vorstand und Offizieren wurde sie uns von Bankdirektor Hermann Brügger übergeben. Alle Mitglieder unserer Schützengilde bedanken sich herzlich für dieses wertvolle Geschenk. |
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