Vereinsbezierk

Bei der Darstellung der regionalen Grenzen unserer Schützengilde muss hervorgehoben werden, dass sich gegenüber früher vor allem im Bereich Storkerhook ein großräumiger Wandel vollzogen hat. Das Gebiet zwischen Füchter Straße und Nienborger Straße hat in den Nachkriegsjahren ein ganz anderes Gesicht bekommen. Während hier bis zum Zweiten Weltkrieg nur einige Häuser standen, ist dort seither ein großes Wohngebiet erstellt worden. Die heutige Rübezahlsiedlung entstand bald nach dem Kriege, als die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten hier eine neue Bleibe fanden. In bewundernswerter Weise wurde hier im Laufe der Jahre rund um die im Mittelpunkt errichtete St.-Georg-Kirche sozusagen ein neues Dorf errichtet. Auch viele Einheimische, vor allem junge Familien, schafften sich in diesem Bereich ein „Zuhause".

Besonders die ältere Generation, die diesen Flecken noch aus ihrer Jugendzeit in Erinnerung hat, spricht noch oft davon, wie es hier früher einmal ausgesehen hat.

Allein die Straßennamen „An der Wöste, Am Hünenkirchof" lassen unmißverständlich erkennen, dass hier früher einmal ein noch unwirtschaftliches Gelände war. Ein Teil war noch vollkommen ungenutzt. Hügel, Heide und Sand waren die typischen Merkmale.

In unserer Schulzeit machten wir „Ausflüge" hierhin, um die Ausgrabungen und archäologischen Funde von unseren Lehrern vorgestellt und erklärt zu bekommen. Die Bezeichnung der so benannten Straße deutet darauf hin, dass hier Hünengräber entdeckt worden sind. In unserer kindlichen Vorstellung waren es Dinge aus einer anderen Welt.

Die Straßennamen Wöltermannweg und Wöltermannkamp erinnern an einen früheren Besitzer in diesem Wohngebiet, dessen Name Wöltermann war. „Wöltermann's Werk" war allen ein Begriff. Auch der Hoves Garten weist auf frühere Besitzverhältnisse mit Namen Howe hin. Ob Zusammenhänge hier zum König Hermann Howes im Jahre 1732 bestehen, ist nicht bekannt, aber durchaus möglich und anzunehmen.

 

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