Wandervogel

Das ein Schützenfest auch dazu geeignet sein kann, gute und nützliche Ideen in die Tat umzusetzen, ist in unserer Gilde bewiesen worden.

1971: Man saß nach Feierabend mit einigen Männern beim Bier !

Verantwortliche der Schützengilde äußerten ihr Vorhaben, beim nächsten Schützenfest irgend etwas zu unternehmen, um für einen guten Zweck  , z.b. “Aktion Sorgenkind”, Geld zusammenzubringen.

Helmut Vohrmann, der in diesem Jahr neuer König geworden war, hatte gleich einen guten Vorschlag zur Hand. Er wollte - so seine Idee - eine Nachbildung unseres Schützenvogels aus Metall herstellen. Dieser sollte dann an den Schützenfesttagen 1973 als eine Art Spardose aufgestellt werden, um die Festteilnehmer zu einer Spende zu veranlassen. Nachdem diese “ Zwei- Mann- Idee” in der Gilde bekannt wurde, gab es gleich Zustimmung von allen Seiten und weitere Vorschläge kamen hinzu. So erklärten sich Vorstand und Offiziere spontan bereit, diesen Sparvogel nicht nur zur Spende hinzustellen, sondern an den Festtagen alle Teilnehmer anzusprechen und um eine Spende zu bitten. Da man im voraus schon vom Erfolg dieser Aktion überzeugt war, bekam der Metallvogel einen Kupferbehälter untergebaut in Form einer Schatulle. Man wollte möglichst viel Platz für viel Geld haben. Bereitschaft für die Gute Sache war reichlich vorhanden.

Um mit dem Geld - das allerdings ja noch gespendet werden mußte - an die richtige Adresse zu kommen, hörte man sich um, zum Beispiel wieder beim Bier in der “Fuchshöhle”. Man traf Alfons Wissing, der als 2. Vorsitzender der Lebenshilfe für geistig Behinderte im Altkreis Ahaus doch sicher mehr über die Aktion Sorgenkind wissen würde und kam sofort zu der besten Idee: Da hier in Gronau und in Alstätte für die Tagesbildungstätte das Geld gut angelegt werden könnte, wählte man den kürzeren und nicht den langen Weg.   Direkt an die richtige Adresse. Gesagt, getan ! Die Aktion wurde ein voller Erfolg. An den Festtage wurde laufend und mit Nachdruck auf die Aktion hingewiesen und die Verantwortlichen wurden nicht müde, das Geld bei den Festteilnehmern “locker zu machen”.

Nachdem das Schützenfest vergangen und alle wieder einen klaren Kopf hatten, wurde Kasse gemacht. DM 2354,95 waren zusammengekommen und konnten dann im Lokale Bernhard Kock den Herren vom Wittekindshof, Herbert Krause und Alfons Wissing, für behinderte Menschen übergeben werden.

 

Nachdem im ersten Jahr ein so gutes Ergebnis erzielt worden war, wurde der Vogel auf den nächsten Festen immer wieder für denselben Zweck verwendet. Er blieb nicht nur in unserer Gilde tätig. Auch auf den Veranstaltungen der Nachbarvereine trat er in Aktion und bekam ab jetzt den Namen “Wandervogel”, weil er in einer zweiten Ausführung von einer Veranstaltung zur anderen wanderte. Und der Erfolg kann sich sehen lassen. Bis heute hat er etwa 500000 € zusammengebracht.

Zusammengebracht für Menschen, die unserer Hilfe bedürfen

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